Nachhaltigkeit & E-Commerce bei Esono

  • Maximilian Briegel
  • 29.09.2022

Nachhaltigkeit im E-Commerce

Das Thema Nachhaltigkeit ist glücklicherweise auch im E-Commerce angekommen. Immer mehr Agenturen und Unternehmen, die im Online-Handel tätig sind, möchten ihren ökologischen Fußabdruck verbessern und oder sogar vollständig CO₂-neutral werden. Auch unsere Kunden, wie z. B. Zündstoff, FairJeans oder der Deutsche Alpenverein (DAV), legen einen sehr großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. Als Internetagentur in Freiburg sitzen wir direkt in einer der “grünsten Städte Deutschlands”. Das Thema Ökologie und Nachhaltigkeit hat auch bei uns im Unternehmen seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert. Bei den Mitarbeiter:innen kam früh der Wunsch auf, in dieser Hinsicht aktiv zu werden und einen Beitrag zu leisten. In unseren Dailys, also unseren täglichen Kickoff-Meetings mit sozialer Komponente, tauschen wir uns regelmäßig zu unterschiedlichen klimapolitischen Nachrichten und Möglichkeiten aus.

DEFINITION NACHHALTIGKEIT

Wie wird Nachhaltigkeit überhaupt definiert und was genau ist unsere Interpretation davon? Der Begriff der Nachhaltigkeit kann schließlich sehr eng, aber auch sehr umfassend gefasst werden.

Für Prof. Dr. Armin Grünwald ist Nachhaltigkeit ein Leitbild, das auf eine Umsteuerung abzielt, um die Lebenssituation der heutigen Generationen in ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht zu verbessern. Die Lebens- und Entwicklungschancen künftiger Generationen sollen hierbei für die Zielerreichung nicht gefährdet werden. Diese werden beispielsweise für Unternehmen nach den ESG-Kriterien (Environment, Social & Governance) gemessen.

UNSER VERSTÄNDNIS VON NACHHALTIGKEIT

Was bedeutet der Begriff Nachhaltigkeit für uns als Internet- und Digitalagentur?

Nachhaltigkeit umfasst auch für uns nicht nur die Aspekte der Energie- oder Umwelttechnologien. Auch der faire, konstruktive Umgang sowie die Akzeptanz mit unseren vielfältigen Mitmenschen, Mitarbeiter:innen und mit sich selbst, gehört zu unserem Nachhaltigkeitsbegriff dazu. Natürlich sind wir ein gewinnorientiertes Unternehmen, das vom Wirtschaftswachstum lebt, das Konkurrenz- ebenso wie Leistungsdruck erfährt. Trotzdem legen die Geschäftsführung und die Mitarbeiter:innen großen Wert auf Ausgleich. Ausgleich und Gleichgewicht sind für uns ebenso wichtige Teilaspekte der Nachhaltigkeit. Wir gleichen unseren CO₂-Verbrauch aus und wir überlegen, welche alltäglichen Prozesse, Gewohnheiten oder Strukturen in unserem umfassenden Verständnis nachhaltiger gestaltet werden können. Wir leben Nachhaltigkeit auch im Umgang mit unseren Kunden: Mit einigen führen wir schon seit über 22 Jahren eine Geschäftsbeziehung – zum Beispiel mit Sun&Fun.

DAS TUN WIR KONKRET:

Dinge, die sich direkt auf die ökologische Nachhaltigkeit beziehen:

Die kleinen Dinge des Alltags – wie das regelmäßige Holen unserer Mittagessen bei unseren Lieblingsrestaurants – funktionieren auch ohne Plastikverpackung. Daher haben wir verschließbare Glasschüsseln angeschafft, mit denen wir das Mittagessen bei unterschiedlichen Restaurants mitnehmen können. Auf 20 Mitarbeiter hochgerechnet können wir hier jede Menge Müll und somit Ressourcen einsparen.

Das “Mehrweg-Prinzip” haben wir auch auf unsere Getränke übertragen, Plastikwasserflaschen gibt es bei uns nicht, sondern wir verwenden Glas- bzw. Mehrwegflaschen. Frisches Wasser kommt bei uns aus der Leitung, also frisch aus dem Schwarzwald. Wer es gerne so schön prickelnd in seinem Bauchnabel hat, kann diesen Traum mit einem Sodastream verwirklichen. Auch hier sparen wir unnötigen Müll und Ressourcen ein.

Zu den kleinen Dingen des Alltags gehört auch eine automatisierte Heizung. Diese reguliert sich automatisch ab 18:00 Uhr auf 17 °C. Sollte jemand an einem kalten Herbst- oder Wintertag nach einem arbeitsintensiven Arbeitstag den Kopf wieder mal woanders haben und vergessen, die Heizung auszuschalten, so ist dies nicht weiter schlimm. Da solche Dinge unserer Erfahrung nach gerne zur gewöhnlichen Vergesslichkeit der Menschheit gehört, konnten wir auch hierdurch Energie (und natürlich Kosten) einsparen und das Unternehmen etwas umweltverträglicher gestalten.

Auch bei den Arbeitswegen hat Esono den Anspruch einer umweltfreundlichen Gestaltung. Jeder Mitarbeiter oder Mitarbeiterin kann sich ein Jobrad leasen. Viele unsere Mitarbeiter:innen kamen vor Corona mit dem Fahrrad, ÖPNV oder auch zu Fuß ins Büro oder wählten eine Hybridlösung, wo es nicht anders ging. Unsere PKW-Flotte stellen wir bereits auf E-Fahrzeuge um.

Auch die von uns für das digitale Business verwendeten Rechenzentren wie AWS wollen bis 2025 klimaneutral werden, manche unserer Serveranbieter wie Hetzner sind es schon länger!

Wir beziehen unseren Strom an allen drei Standorten ausschließlich über Ökostrom-Anbieter und leisten jeden Monat einen Beitrag für Atmosfair, um unseren selbst erzeugten CO₂-Abdruck auszugleichen. Dafür haben wir unseren CO₂-Verbrauch berechnet, großzügig aufgerundet und zahlen einen entsprechenden Betrag monatlich an Atmosfair. Aktuell ziehen wir unsere hauseigenen Server auf neue sparsame Rechner um und können so auch hier Energie einsparen. Die „alten“ Server haben in vielerlei Hinsicht ausgedient: Sie wurden viele Jahre lang intensiv genutzt und werden nun beispielsweise für den Nachwuchs unserer Mitarbeiter zur Verfügung gestellt und sind so weiterhin Teil des Wirtschaftskreislaufes.

LOHNT SICH NACHHALTIGKEIT IM E-BUSINESS AUS KOMMERZIELLER SICHT?

Nachhaltigkeit lohnt sich nicht nur für die Umwelt, sondern auf einen längeren Zeitraum betrachtet auch aus finanzieller Sicht für ihren E-Commerce. Wer durch Investitionen in Änderungen von Strukturen, Gewohnheiten, Energie und Unternehmenskultur steckt, wird langfristig davon profitieren.

Deshalb ist auch für die meisten KMU in Deutschland nach Hans-Jürgen Friedrich, Gründer und Vorstandsvorsitzender der KFM Deutsche Mittelstand AG, der langfristige Erfolg wichtiger als die kurzfristige Gewinnmaximierung.

Sie haben Zweifel?

Folgende Argumente sollten Sie sich vor Augen führen:

  • In einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung konnte gezeigt werden, dass eine hohe ökologische Nachhaltigkeit einen signifikant positiven Effekt auf die durchschnittliche monatliche Aktienrendite besitzt.1
  • Es gibt keinen Widerspruch zwischen Ökonomie und Ökologie, Nachhaltig unternehmerisches Handeln führt nicht zu Nachteilen.2
  • Ökologisch und sozial nachhaltiges Verhalten muss ökonomisch nicht gerechtfertigt sein. Beispielsweise dient die Vermeidung von Umweltschäden als wichtiger Bestandteil nachhaltigen Wirtschaftens für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen auf unserem Planeten.
  • Langfristiger Erfolg ist in einer intakten Umwelt und Gesellschaft leichter als in einer zerstörten.
  • Gute sinngebende Unternehmensführung bindet Mitarbeiter und Kunden, das Finden, Einstellen sowie Einlernen neuer Mitarbeiter ist kostenintensiv, ebenso die Suche nach neuen Kunden. Langfristige Win-Win-Beziehungen zahlen sich aus.
  • Nachhaltigkeit lehrt Ressourcen zu sparen, mit Knappheiten umzugehen, kreative Lösungen zu finden und Innovation voranzutreiben.
  • Nachhaltigkeit bringt einen Image-Gewinn.
  • Ressourcen (Energie, Materialien, Kosten) können eingespart und hierdurch Überschüsse erzeugt werden.

Sie haben Ideen, wie wir noch nachhaltiger werden können?

Dann melden Sie sich gerne bei uns. Wenn Sie sich für das Thema interessieren, sollten Sie unbedingt bei unseren Kunden Zündstoff und Fair Jeans vorbeischauen. Wenn Sie erfahren wollen, wie wir unsere Nachhaltigkeitsprojekte umgesetzt haben, stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

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