Die Zukunft des Cloud-Computing: Wie öffentliche, private und hybride Clouds die Branche formen

  • Maximilian Briegel
  • 26.01.2023

Vor und Nachteile von Private Cloud, Hybrid Cloud und Public Cloud

Der Unterschied zwischen Private Cloud, Hybrid Cloud und Public Cloud besteht in der Art und Weise, wie sie bereitgestellt und verwaltet werden. . Während eine Private Cloud ausschließlich von einem Unternehmen verwaltet und genutzt wird, kann eine Public Cloud von jedermann genutzt werden und wird durch Drittanbieter, wie Amazon (AWS), Google (GCP) oder Microsoft (Azure), bereitgestellt. Eine Hybrid Cloud kombiniert Elemente beider Arten von Cloud-Computing. Jede Art von Cloud hat ihre eigenen Vor- und Nachteile und kann für bestimmte Anwendungsfälle geeigneter sein als andere. Auf diese werden wir im folgenden Blogpost näher eingehen.

Private Cloud

Eine Private Cloud ist dem Konzept einer öffentlichen Cloud in vielen Aspekten sehr ähnlich, mit dem wesentlichen Unterschied, dass die Ressourcen nicht zwingend von einem Drittanbieter stammen müssen. Statt die Hardware und Software selbst zu stellen, stellt der Dienstleister die Private Cloud auf der bereitgestellten Hardware und Software zur Verfügung. Im Fall der Private Cloud hat man in der Regel eine Single-Tenant-Architektur. Das Unternehmen und seine Dienstleister sind die einzigen, die Zugriff auf die Hardware und den Server haben. Eine Private Cloud kann sowohl On-Premise, also auf der eigenen Hardware vor Ort, als auch Off-Premise auf reservierten Servern laufen.

Private Cloud: Vorteile und Anwendungsfälle

Eine Private Cloud bietet im Vergleich zur Public Cloud eine höhere Sicherheit und Kontrolle für Unternehmen. Da die Private Cloud ausschließlich vom Unternehmen genutzt wird, haben die Mitarbeiter des Unternehmens volle Kontrolle über die Daten und Ressourcen, die in der Cloud gespeichert sind. Eine Private Cloud kann auch flexibler an die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden und bietet in der Regel eine höhere Leistung und Skalierbarkeit.

Eine Private Cloud kann für Unternehmen jeder Größe und jeder Branche interessant sein, insbesondere für solche, die eine hohe Kontrolle und Sicherheit für ihre Daten und Ressourcen benötigen. Dies kann beispielsweise für Unternehmen in regulierten Branchen wie der Finanzdienstleistungsindustrie oder im Gesundheitswesen wichtig sein. Auch Unternehmen, die sehr große Datenmengen oder spezielle Anforderungen an die Leistung und Skalierbarkeit haben, können von einer Private Cloud, auch bezüglich der Kosten, profitieren.

Eine Private Cloud kann auf verschiedene Arten implementiert werden. Eine Möglichkeit ist, die Private Cloud von einem externen Cloud-Provider bereitstellen zu lassen. In diesem Fall werden die Ressourcen der Private Cloud von dem Provider gehostet und verwaltet, und das Unternehmen kann über eine sichere Verbindung darauf zugreifen. Eine andere Möglichkeit ist, die Private Cloud in einem eigenen Rechenzentrum des Unternehmens zu hosten. In diesem Fall muss das Unternehmen die erforderliche Hardware und Software bereitstellen und selbst verwalten. Eine dritte Möglichkeit ist eine sogenannte Hybrid-Cloud, bei der sowohl eine Private Cloud als auch eine öffentliche Cloud genutzt werden, um die Vorteile beider Arten von Cloud-Computing zu nutzen.

Die Implementierung kann also entweder On-premise, also auf unternehmenseigenen Servern vor Ort, oder Off-premise, auf speziell gemieteten und reservierten Servern erfolgen. Beide Herangehensweisen haben Vor- und Nachteile.

Vorteile On-premise Private Cloud:

  • Infrastruktur vor Ort
  • kurze Datenverarbeitungsprozesse
  • geringere Latenzen
  • Vollständige Kontrolle

Nachteile On-premise Private Cloud:

  • Ein hohes Maß an Kompetenz ist erforderlich.
  • Eigene Techniker und IT-Team sind notwendig.
  • Die hohen Initial- und Wartungskosten der Infrastruktur.

Bei zeitkritischen Anwendungen ist die Latenzzeit von Bedeutung, da es erforderlich ist, wichtige Systeme in Echtzeit zu überwachen und zu kontrollieren. Die Zeit, die es dauert, ein Datenpakete in Süddeutschland über einen dedicated AWS Server in Frankfurt zu übermitteln, beträgt in diesem Beispiel 20 - 30 Millisekunden. Bei einer Private-Cloud, die auf einem nahen Serverstandort betrieben wird, kann eine Reduktion auf 2–3 Millisekunden erreicht werden.

Vorteile Off-premise Private Cloud:

  • In der Regel sind die Initialinvestionen für Infrastruktur geringer.
  • Es ist einfacher, einen Service zu externalisieren.
  • Geringerer personeller und geringer Ressourcenaufwand
  • Eine höhere Ausfallsicherheit kann unter anderem mit einem Server-Mietvertrag bei Hetzer erreicht werden.

Nachteile Off-premise Private Cloud:

  • Die Latenzzeiten sind höher.
  • Keine hundertprozentige Kontrolle

Der wesentliche Vorteil einer privaten Cloud liegt in den folgenden Aspekten:

  • DSGVO-Konformität
  • Höhere Sicherheit und Kontrolle für Unternehmen
  • Anpassbarkeit an spezifische Bedürfnisse des Unternehmens
  • Höhere Leistung und Skalierbarkeit
  • Flexibilität und Zugriff auf Ressourcen von jedem Ort aus
  • Senkung von Kosten für Hardware und Software-Lizenzierung (je nach Nutzungsprofil und Unternehmensstruktur)
  • Geringere Latenzen in der Datenübertragung (On-premise auf jeden Fall, Off-premise bedingt

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Hybrid Cloud

Die Hybridcloud ist eine Kombination aus mindestens einer private und einer öffentlich zugänglichen Cloud-Infrastruktur. Andere Definitionen der Hybrid Cloud sehen allerdings auch vor, dass sie aus privaten Clouds bestehen kann, die unterschiedliche Herkunft haben. Diese können zum Beispiel sowohl auf dem eigenen Webserver vor Ort (On-Premise) als auch auf einem externen Webserver (Off-Premise) gehostet werden. Die unterschiedlichen Clouds werden miteinander verbunden und können so miteinander kommunizieren. Die Kombination beider Technologien ermöglicht es Unternehmen, ihre IT-Infrastruktur flexibler auszurichten und die Vorteile beider Ansätze zu nutzen. Ein Unternehmen kann seine IT-Umgebung so konfigurieren, dass sie die notwendigen Ressourcen in Echtzeit bereitstellen. Die hierdurch erzielte Kosten-sparende Maßnahmen ermöglichen eine Steigerung der Effizienz. Eine Hybrid Cloud ist jedoch eine komplexere Sache als eine reine Public- oder Private Cloud. Deshalb ist es wichtig, dass die Planung und die Verwaltung der Hybrid Cloud von Unternehmen sorgfältig durchgeführt werden.

Hybrid-Cloud Vorteile und Anwendungsfälle

Eine Hybrid Cloud kombiniert die Vorteile beider Arten von Cloud-Computing, Public und Private Cloud. Eine Hybrid Cloud bietet die Flexibilität und Skalierbarkeit einer Public Cloud, die es ermöglicht, Ressourcen schnell und einfach zu nutzen, wenn sie benötigt werden. Gleichzeitig bietet sie die Sicherheit und Kontrolle einer Private Cloud, indem sensible Daten und Workloads auf der Private Cloud gehostet werden. Eine Hybrid Cloud ermöglicht es Unternehmen auch, bestimmte Workloads zwischen der Public und der Private Cloud zu migrieren, um die Leistung und Effizienz zu verbessern. Darüber hinaus kann eine Hybrid Cloud die Kosten senken, indem Ressourcen in der Public Cloud genutzt werden, wenn sie benötigt werden.

Ein hybrider Ansatz wird ebenfalls oft gewählt, wenn auf eine Off-premise Cloud umgestiegen werden soll. Das ist ein Zwischenschritt, der dazu dient, beim Umstieg auf die Cloud zu helfen. Die Vorzüge liegen in der Skalierbarkeit und dem Kostenvorteil. Es gibt jedoch auch Nachteile, wie z. B. die Sicherheit und den Aufwand für die Konfiguration.

  • Zeitlich individuell verfügbare Migration von Anwendungen
  • Datenschutz und Datenrecht durch Single-tenant-Architektur
  • Sicherheit und Skalierbarkeit durch Off-premise
  • Geringe Latenzzeiten für On-premise Anwendungen

Nachteile einer Hybrid Cloud

Einer der Hauptnachteile einer Hybrid-Cloud ist, dass sie in der Regel komplexer zu verwalten und zu warten ist als eine reine private oder öffentliche Cloud-Umgebung. Dies liegt daran, dass die Hybrid-Cloud sowohl private als auch öffentliche Cloud-Dienste enthält, die möglicherweise unterschiedliche Technologien, Sicherheitsprotokolle und Management-Tools verwenden. Dies erfordert in der Regel ein höheres Maß an Fachwissen und Ressourcen, um sicherzustellen, dass die Hybrid-Cloud effektiv und sicher betrieben wird.

Ein weiterer Nachteil einer Hybrid-Cloud ist, dass sie in der Regel teurer ist als eine reine private oder öffentliche Cloud-Umgebung. Dies liegt daran, dass die Hybrid-Cloud sowohl private als auch öffentliche Cloud-Dienste enthält, die separat bezahlt werden müssen. Auch die zusätzlichen Kosten für die Verwaltung und Wartung der Hybrid-Cloud können dazu beitragen, dass sie teurer ist als andere Cloud-Optionen.

Schließlich kann es in einer Hybrid-Cloud schwieriger sein, die Leistung und Verfügbarkeit zu überwachen und zu optimieren, da die verschiedenen Cloud-Dienste möglicherweise unterschiedliche Leistungsniveaus und Verfügbarkeitsgarantien bieten. Dies erfordert möglicherweise die Integration von verschiedenen Monitoring-Tools und -Technologien, um sicherzustellen, dass die Hybrid-Cloud effektiv und zuverlässig betrieben wird.

Public Cloud

Eine Public Cloud ist ein Cloud-Computing-Modell, bei dem Dienste und Infrastruktur von einem externen Anbieter bereitgestellt werden und von vielen verschiedenen Kunden gemeinsam genutzt werden. Im Gegensatz zu einer privaten Cloud, bei der die Infrastruktur und die Dienste für ein einzelnes Unternehmen bereitgestellt werden, ist die Public Cloud für jedermann zugänglich und kann von jedem Kunden genutzt werden, der bereit ist, die von dem Anbieter bereitgestellten Dienste zu bezahlen. Oft basiert dies auf einer multi-tenant Architektur. Public Clouds sind in der Regel Off-premise. Für den Kunden entfällt als Folge dessen die Zuständigkeit für die Hardware. Eine Public Cloud kann durch ein eigenes IT-Team selbst oder durch einen Drittanbieter oder den Cloud-Anbieter gemanagt werden. Es besteht also die Möglichkeit, die Verantwortung über Umsetzung, Betrieb und Wartung komplett auszulagern. Je größer der Cloud Management Anteil eines Drittanbieters, wie AWS oder Microsoft Azure, desto höher wird in der Regel jedoch der Vendor-Lock In.

Public Cloud Vorteile und Anwendungsfälle

Public Clouds sind vorwiegend für Unternehmen interessant, die stabile, hoch skalierbare und sichere Cloud-Umgebungen benötigen.

  • Extrem stabile Betriebsumgebung für virtuelle Maschinen und bereitgestellten Services
  • Keine Verantwortung für die Hardware Substanz. Wenn ein Server ausfällt, wird ein neuer hochgefahren und die Anwendungen übertragen.
  • Die Skalierbarkeit ist hervorragend. Wenn man plötzlich mehr Leistung benötigt als gewöhnlich, dann ist das mit einem Cyber- oder Cloud-Speicher wie AWS, Azure oder Google Cloud ohne Probleme möglich.

Die Nachteile sind häufig die Kostenstruktur für Managed Services bei den großen Anbieter durch fortschreitenden Vendor Lock In. Man sollte sich gut überlegen, wie abhängig man sein System von den großen Anbietern machen möchte, da man hierdurch Änderungen in der Preisgestaltung schutzlos ausgeliefert ist. Open-Source-Systeme sowie ein eigener Kompetenzaufbau sind hier Alternativen. Da dies nicht immer möglich ist, kann auch eine Cloud-Service-Agentur, die genau darauf setzt, aushelfen.

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