Lohnt sich der Hype um die OMR?
Wir sind ehrlich: Wir sind nicht völlig unvoreingenommen zur OMR26 nach Hamburg gefahren.
Zum ersten Mal war Esono auf der OMR. Und natürlich hatten wir Bilder im Kopf. Eine laute Messe. Viel Reizüberflutung. Marken, die größer, auffälliger und lauter sein wollen als der Stand nebenan. Bühnen mit prominenten Namen, die Aufmerksamkeit erzeugen und für bestimmte Bereiche sicher ihre Berechtigung haben, für unseren Arbeitsalltag im Esono Kosmos aber nicht automatisch relevant sind.
Trotzdem wollten wir es wissen.
Denn bei aller Skepsis bleibt die OMR ein Ort, an dem sich viele Menschen treffen, die sich mit Digitalisierung, Marketing, Vertrieb, Plattformen, Kommunikation und Wachstum beschäftigen. Also mit Themen, die auch für uns Alltag sind.
Wir wollten herausfinden, ob hinter dem Hype Impulse stecken, die uns als Esono wirklich weiterbringen. Für unser Marketing. Für unseren Vertrieb. Für unsere Leadgenerierung. Und vor allem für die Art, wie wir mit Kunden und Partnern zusammenarbeiten.
Unsere Ausgangsfrage war deshalb: Bringt uns diese Messe wirklich etwas für unseren Arbeitsalltag?
Die Antwort nach zwei intensiven Tagen: Ja. Definitiv.
Nicht, da sich unsere Vorurteile vollständig aufgelöst haben. Einige haben sich sogar bestätigt. Die OMR ist laut. Sie ist voll. Sie ist stellenweise überwältigend. Und nicht alles, was dort große Aufmerksamkeit erzeugt, liefert automatisch Substanz für unsere tägliche Arbeit.
Aber genau zwischen dieser Lautstärke gab es einige Impulse, wegen denen sich der Besuch für uns gelohnt hat.
OMR26 zwischen Markeninszenierung und echtem Mehrwert
Die OMR ist ein Event der Aufmerksamkeit. Das merkt man an vielen Stellen. Marken inszenieren sich, Prominenz zieht Menschen an, Stände werden zu Erlebnisflächen, und manchmal wirkt es so, als gehe es vor allem darum, größer, lauter und auffälliger zu sein als sein Nachbar.
Das ist nicht automatisch schlecht. Für Menschen aus Influencer Marketing, PR, Brand Management oder Medienarbeit hat dieser Teil der Veranstaltung eine klare Relevanz. Er erzeugt Reichweite, Gespräche und Sichtbarkeit. Für unseren Esono-Kosmos war er allerdings nicht der zentrale Mehrwert.
Gerade deshalb war es wichtig, nicht beim ersten Eindruck stehenzubleiben. Wer die OMR nur über ihre Oberfläche bewertet, übersieht schnell das, was darunter passiert: Gespräche, Fachimpulse, konkrete Methoden und neue Perspektiven auf Themen, die auch unseren Alltag prägen. Man kann einiges mitnehmen, wenn man mit der richtigen Einstellung und mit einem konkreten Ziel hingeht.
Welche OMR26 Impulse für Esono relevant wurden
Überrascht hat uns vor allem, wie viel Konkretes wir mitnehmen konnten. Es war nicht der eine große Moment, der alles verändert hat. Es war die Summe vieler Impulse, die schnell begonnen haben, in konkrete Anwendungsideen für unseren Bereich zu sprudeln.
Besonders interessant waren für uns Masterclasses und Guided Tours wie „Wie Du deine Zielgruppe im richtigen Moment mit Neuro Contextual Advertising erreichst“, „Agenturen haben ausgedient. Partnern gehört die Zukunft. Bereit für den Switch?“ und „B2B Marketing für GreenTech: Wie du spitze Zielgruppen erreichst und Wachstum skalierst“.
Darin steckten viele Gedanken, die unmittelbar an unsere Arbeit anschließen. Wie erreichen wir Menschen mit relevanten Botschaften im richtigen Moment? Wie bauen wir Vertrauen auf, bevor ein konkreter Bedarf ausgesprochen wird? Wie sprechen wir spitze Zielgruppen an, ohne beliebig zu werden? Und wie verändern sich Rollen in der Zusammenarbeit, wenn es nicht mehr nur um Dienstleistung geht, sondern um echte Partnerschaft?
Genau an diesen Punkten wurde die OMR26 für uns greifbar. Nicht als großes Branchenevent, sondern als Impulsgeber für Fragen, die uns ohnehin beschäftigen.
Was wir für Marketing, Vertrieb und Leadgenerierung mitnehmen
Ein zentrales Learning ist für uns: Wir wollen nicht nur verkaufen. Wir wollen tiefer verstehen und kennen, um noch besser zu liefern.
Das betrifft unser Marketing, unseren Vertrieb und die Art, wie wir Kundenbeziehungen gestalten. Echtes Verständnis entsteht nicht erst im Projektbriefing, sondern früher: in der Art, wie wir zuhören, welche Fragen wir stellen und ob wir Kunden und Partner konsequent als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Branche sehen. Für uns bedeutet das, relevanter zu kommunizieren, Herausforderungen klarer einzuordnen und nicht sofort über Lösungen zu sprechen, bevor wir Probleme, Ziele und Zusammenhänge verstanden haben.
Auch unsere Cases wollen wir künftig stärker so aufbereiten, dass sie nicht nur zeigen, was wir umgesetzt haben, sondern anderen Unternehmen Orientierung geben: Welche Fragen waren wichtig? Wie sind Entscheidungen entstanden? Was lässt sich daraus lernen? Genau darin liegt für uns der Wert partnerschaftlicher Zusammenarbeit.
Wir wollen nicht nur liefern, sondern begleiten, einordnen und gemeinsam weiterdenken. Denn wenn wir wachsen, lernen und reflektieren, sollen auch unsere Kunden und Partner davon profitieren.
Unser Fazit zur OMR26
Unsere Vorurteile gegenüber der OMR26 haben sich nicht einfach aufgelöst. Die OMR ist laut, groß, stellenweise viel und nicht jeder Programmpunkt ist für unseren Arbeitsalltag relevant. Aber unser Blick darauf hat sich verändert.
Zwischen Reizüberflutung, Markeninszenierung und großen Bühnen gab es für uns viele konkrete Impulse: für Marketing und Vertrieb, für Leadgenerierung, für Kommunikation und vor allem für die Frage, wie wir Kundenbeziehungen noch bewusster, ehrlicher und partnerschaftlicher gestalten können.
Damit diese Impulse nicht nur gute Gedanken bleiben, braucht es jetzt eine Übersetzung in die Praxis. Wir werden die Learnings sortieren, priorisieren und Verantwortlichkeiten definieren. Welche Ideen passen zu unserem Bereich? Was lässt sich kurzfristig testen? Welche Themen brauchen mehr Vorbereitung? Und wo entsteht echter Mehrwert für unseren Arbeitsalltag, unsere Kundenkommunikation oder unsere Zusammenarbeit mit Partnern?
Wir nehmen die OMR26 deshalb nicht nur als Event mit, sondern als Anlass. Als Anlass, unsere eigene Arbeit weiter zu hinterfragen, gute Ideen in konkrete nächste Schritte zu übersetzen und unsere Erfahrungen, Cases und Learnings so aufzubereiten, dass sie nicht nur uns weiterbringen, sondern auch unseren Kunden und Partnern echten Mehrwert bieten.
In diesem Sinne war dies sicher nicht unsere letzte OMR.